Twitter: Es hat sich ausgezwitschert!
Mein Twitter-Test ist nun endlich vorbei. Ich hatte mich lange geweigert, Twitter selbst auszuprobieren. Ich sah einfach nicht den Sinn im Micro-Blogging. Aber gut. Als ich selbst dann die ersten Twitter-Feeds in den Suchergebnissen bei Google fand, wollte auch ich nichts verpassen und habe es selbst ausprobiert.
Anfangs war ich wider erwarten recht begeistert von der Funktionalität von Twitter. Es ist schon cool, per SMS kurze Texte im Web zu posten. Auch die Möglichkeiten zur Integration in Blogs und Webseiten fand ich spannend. Ich wollte Twitter nutzen, um kurze Statusmitteilungen zu mir zu geben, wie “bin heute auf dieser Messe”, “fahre nach Berlin” oder “bin beim EM-Fanfest in Hamburg”.
Im Alltag habe ich jedoch in den seltensten Fällen davon Gebrauch gemacht. Es interessiert einfach niemanden, in welcher Kneipe man nun sitzt oder wann genau man von A nach B geht. Auch hatte ich keine Lust, jeden Blödsinn gleich bei Twitter zu posten, das kostet Zeit und nervt.
Dann haben wir im Office eine andere Andwendung für Twitter ausprobiert. Wir sind eine recht kleine Abteilung. Jeder hat sich einen Account bei Twitter angelegt und die Posts nur für die jeweils anderen Mitarbeiter sichtbar gemacht. Wir nutzten Twitter quasi für die interne Kommunikation und für Statusmitteilungen, so konnte jeder mitverfolgen, woran die anderen gerade arbeiten. Dazu haben alle die Browsererweiterung TwitBin für Firefox installiert. Bei offenem Browser sieht man auf der linken Seite immer die aktuellsten Posts. So die Theorie.

Pratkisch jedoch ist Twitter chronisch überbelastet! Oft konnten Texte nicht gepostet werden. zeitweise ist die Twitter-API überhaupt nicht zu erreichen, dann werden gar keine Posts mehr angezeigt. Für einen konstanten Einsatz eignet sich Twitter dank der Masse an Usern und der überlasteten Systeme auf keinen Fall.
Mein Fazit ist daher ziemlich vernichtend: Twitter ist absolut sinnlose Zeitverschwendung. Wenn ich etwas zu sagen habe, dann schreibe ich einen ordentlichen, gehaltvollen Post. Für Kurzmitteilungen gibt es SMS, für mehr das Handygespräch. Dazwischen ist meiner Meinung nach kein Bedarf für einen weiteren Service. Das Einführungsvideo von Twitter auf der Startseite selbst sagt genau das eigentlich auch aus: Twitter ist recht sinnfrei! Man könnte sicherlich interessante Chat-Anwendungen auf der Basis von Twitter bauen, wenn das System nur nicht so ausgelastet wäre. Schade eigentlich…


